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In/Out of Focus

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DE/

Es sind vergleichsweise stille Fotografien. Sie lärmen nicht, sie schreien den Betrachter nicht an. Sie sind nahezu farblos, verzichten auf jegliche dramatischen Effekte. Sie zeigen kahle Räume, die von einer nicht näher bestimmten Lichtregie gezeichnet sind und manchmal in dunkle Raumöffnungen münden. In feinen Nuancen laufen Schatten über die Wände, dann wieder prallen tiefdunkle Zonen auf helle Lichtaureolen. Die Enge dieser Räume lässt sie eher als Kammern erscheinen, in denen kein Mensch, kein Gegenstand auf einen lebendigen Lebensraum verweist. Teilweise sind Wände, Durchblicke und Perspektiven nur in Andeutungen zu erahnen.

 

Es fällt schwer, die Fotografien von Bernadette Wolbring nicht der Malerei zu bezichtigen, denn die Wirklichkeit in den Bildern erscheint zu unwirklich, als dass man in ihnen ein fotografisches Abbild vermuten würde. Tatsächlich hat sich die Künstlerin in ihren Arbeiten einen Weg gebahnt, der zwischen Fotografie und Malerei mäandert. Nicht etwa, weil sie sich als gelernte Malerin nicht zwischen dem einen und dem anderen entscheiden könnte, sondern weil sie das, was wir über Fotografie und Malerei zu wissen meinen, pointiert gegeneinander ausspielt.

 

Der französische Film- und Fototheoretiker André Bazin schreibt in seiner ‘Ontologie des fotografischen Bildes’: „Die ästhetische Welt des Malers steht der ihn umgebenden Welt fremd gegen-

EN/

These are relatively quiet photographs. They don’t shout at the viewer. Almost devoid of colour, they refrain from dramatic effects. They show bare rooms, obscurely lit. Sometimes they open into dark apertures. Shadows run across the walls, while elsewhere pitch-black areas collide with bright halos of light. There’s hardly room to breathe – these rooms appear to be inhabited neither by person nor object. Sometimes walls, vistas or perspectives are suggested rather than presented.

 

Bernadette Wolbring’s photographs closely resemble paintings. The reality in her pictures appears too unreal to be identified as photographic representation. They show few objects. Indeed, in her work the artist treads a path between painting and photography. This is not because, as a trained painter, she is unable to decide in which medium to work, but because she sets out to question what we allegedly know about both media.

 

In his ”Ontology of the Photographic Image“ the French film and photo theorist André Bazin writes: ”The aesthetic world of the painter is of a different kind from that of the world about him. Its boundaries enclose a substantially and essentially different microcosm. The photograph as such and the object in itself share a common being, after the fashion of a fingerprint.“ In Bernadette Wolbring’s “camera” series, however, this ontology is dismissed. Relocating the photographed object in the realm of speculation

In/Out of Focus, Ralf Christofori

Illuminating Bernadette Wolbring’s latest photographic ‘chambers’.

 

 

 

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